Donnerstag, 1. August 2013

Social-Media-Verbot für Lehrer am Arbeitsplatz

Lehrern und Schülern ist es in Baden-Württemberg nicht länger erlaubt, über die Sozialen Medien miteinander zu kommunizieren. Auch Lehrer untereinander dürfen nicht über Social Media beruflich in Kontakt treten. Das sieht eine neue Richtlinie des Landes vor.

Hintergrund sind datenschutzrechtliche Bedenken. Damit ist Baden-Württemberg, nach Bayern und Schleswig-Holstein, das dritte Bundesland, das den Umgang mit den Sozialen Netzwerken einschränkt. Dazu zählen Facebook, Chats, Emails, Materialseiten und auch Terminvereinbarungen.

Keine Fanpages erwünscht
Auch Schulen, die eine eigene Fanpage haben, sind nicht gerne gesehen. Dort sollte nach Möglichkeit nur ein Verweis auf die Homepage der Schule stehen. Was ja eigentlich den Sinn von Fanpages aushebelt.

Die plausible Argumentation ist, dass Schüler nicht gezwungen werden dürfen, auf Facebook, Twitter und Co. Mitglieder zu werden, um Informationen zu erhalten. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, ein Lehrer riskiert ein Disziplinarverfahren, wenn er seine Schüler darauf hinweist, dass der große Physikraum nicht genutzt werden kann und der Unterricht ausnahmsweise im Chemieraum stattfindet. Diese Info muss natürlich auch auf dem „Schwarzen Brett“ in der Schule aushängen. Aber warum nicht diejenigen, die sowieso auf Facebook sind, schon am Tag zuvor informieren?

Lehrer dürfen aber Emails verwenden, allerdings nur wenn sie verschlüsselt sind. Auch dies scheint wenig praktikabel. Wer von den Schülern verwendet schon Verschlüsselungsprogramm? Viele empfinden die Kommunikation auf Facebook als weniger formal und einfacher. Dies könnte die Kommunikation an Schulen auch verbessern.

Facebook weiterhin als Unterrichtsstoff
Als Unterrichtsstoff sind die sozialen Netzwerke aber weiterhin erwünscht. Lehrer sollen die Schüler über Funktionen, Gefahren und Vorteile von Facebook und Twitter weiterhin unterrichten.

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